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Freaky Friday

So, dann wolln’wer mal. Eins ist klar: ich könnte jetzt ohne Probleme stundenlange Vorträge übers Rotoskopieren und Chromakeyen auf der TED halten. Nur ob ich das wollte ist die Frage. Kurz vorm Ziel hab ich das kalte Kotzen gekriegt und mich erst einmal der Animation und dem Compositing gewidmet. Um mich selber zu motivieren sozusagen. Noch knapp drei Wochen, das wird sowas von eng. Aber sowas von.

Das schlimme ist jedenfalls: nur weil man auf einmal weiß, was Screen Matte Black Despotting ist, heißt das noch laaaange nicht, dass man plötzlich Motion Graphics wie ein Großer dropped. Naja. Hier erst einmal ein paar Links für unterwegs:

  • Anna Garforth ist wohl die Erfinderin des Moosgraffitis und macht nebenbei afrikaneske Skulpuren aus alten Milchpackungen
  • Dear Adobe generiert täglich die Charts der meistgehassten Creative Suite Irrungen (via)
  • Diese drei Studenten spielen nach einer durchzechten Nacht Coldplays Yellow Video am Strand von Santa Cruz nach. Und das irgendwie süß…
  • Und: wer das hier beim ersten Mal ohne zögern schafft, kriegt von mir ne Eins mit Sternchen!

Genießt das Wochenende für mich mit!

(Ballon via)

Big Spaceship, bei Lynda.com

In naher Zukunft werde ich noch einmal ausführlicher über Big Spaceship schreiben. Aus gegebenem Anlass aber hier schon einmal der Hinweis auf ein Videoportrait bei Lynda.com.

Und da guck ich mir das so an und mit einmal zeigen die Bilder von wo genau Big Spaceship sitzen: nämlich in Brooklyn direkt beim Starbucks an der Brücke, wo ich noch vor sieben Monaten so rumflaniert bin. Und der Michael Lebowitz, CEO bei Big Spaceship, sitzt da so in dem Video in seinem Büro (im Hintergrund Turntables und Actionfiguren) und plaudert aus dem Nähkästchen, wie ein guter Freund und hat auch noch exakt die gleichen Klamotten an, die ich heute anhab. Hallo?

Ich hätte da einfach reinspatzieren können und Michael mit einem lachsen “Wie gehts, wie stehts?” auf die Schulter hauen sollen. Und Michael hätte mich mit in sein Büro genommen, wir hätten ein bißchen He-Man gespielt. Dann hätte Michael mir seine neuesten Scratchjuggleskillz gezeigt und anschließend wären wir bei einer Fanta zum geschäftlichen Teil gekommen. Generös und schelmisch hätte mir Michi darauf mit einem Augenzwinkern die Position als Lead 2D Artist für die nächste Coke Kampagne angeboten. So wäre es gekommen, ich bin mir da ganz sicher. Aber ich musste ja lieber durch Brooklyn latschen und mich über das Watchtower-Headquarter lustig machen.

(via)

Psyop, mal wieder

Psyop, mal wieder. Fürs nächste Showreel brauchen sie sich jedenfalls keine Sorgen um Material machen…

(via)

Jeremy Geddes, Künstler

Jeremy Geddes erzählt auf seiner Website leider nicht viel über seine unfasslich verstörende, surreale und ultrarealistische Kunst. Aber als Poster gibt es sie zu Preisen zwischen $27 und $120 zu erwerben. Das Bild oben würde ich mir auf jeden Fall aufhängen, wäre es nicht das teuerste.

(via)

William Lamson, Ballong…künstler

William Lamsons Videos mit Luftballons, meinen Lieblingsdingern, sind so wunderbar dämlich, dass es mich zerreißt. Und die Ballons auch…

(via)

Bildschirmschoner Reloaded

So geil dass es schon vom hingucken weh tut. Ich will es. ICH WILL ICH WILL ICH WILL!

(via)

Eat My Dear, Österreich

Meinen neuen Freunden aus Österreich, Michi und Vikihae, und allen anderen sei gesagt: das ‘08er Showreel von Eat My Dear ist eine großartige Sinfonie aus Bild und Ton, vor allem aber eines: wohltuend anders!

(via)

Deutschrap, a.D.

“Für alle ‘Mach doch auch mal was mit den Händen!’-Fotografen, alle Sonnenbankfresse- pressehäschen und Promoaffen…”

Gerade hab ich wieder an diese Zeit gedacht und daran, dass danach das langsame sterben des Deutschraps angefangen hat. Als Kool Savas das erste mal auf dem Plattenpapzt Mixtape mit King of Rap (zurecht) in der breiten Öffentlichkeit auf sich aufmerksam gemacht hat, konnte noch keiner ahnen, welchen Lauf diese Geschichte nehmen wird. Savas verließ Royal Bunker um in neue finanzielle Dimensionen vorzustoßen und unterschrieb dabei das Todesurteil für qualitativ hochwertigen, diversifizierten deutschen Sprechgesang. Optic Records wurde gegründet und zeitgleich stiegen die ersten Aggrobeats (bis heute das einzig nennenswerte Merkmal des Labels) aus den Berliner Ghettoschluchten empor. Seitdem kriegen wir nicht viel mehr als Gewaltfantasien und From-Rags-To-Riches-Geschichten zu hören. Das schlimme daran ist, dass den Königen von damals kein Mittel einfällt, um dagegen anzugehen. Eißfeldt hat es mit Dancehits versucht, Sammy Deluxe ging ähnlich wie das Bo den oportunistischen Weg und sieht heute mehr den je wie die FUBU-Zombies aus, über die er sich früher lustig gemacht hat. Ganz zu schweigen von Falk oder Illo, die wieder in der Versenkung verschwunden sind, aus der sie kamen.

Schön wars, als Deutschrap noch wegen Glanzleistungen wie denen der Stieber Twins, Eins Zwo oder Freundeskreis respektiert wurde. Auf der anderen Seite: vielleicht hätte ich nie die Vielfalt der Musikwelt so schätzen gelernt, wie ich es inzwischen tue. Alles hat seine Zeit und so kann ich nostalgisch in Erinnerungen schwelgen. Ich glaube ich hab irgendwo im Auto noch die alten Too Strong Mixtapes liegen…

Sprich nicht lauter als Deine Arbeiten!

Der ADC hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit seiner Microsite Himmel oder Hölle Bewerbern nützliche Tipps mit auf den Weg zum Erstgespräch zu geben. Herausgekommen ist ein Mix aus einerseits wenig hilfreichen, klischeebeladenen Ratschlägen (ein Typ von JvM rät allen Ernstes: “Nicht langweilen!”. Potzblitz!) und auf der anderen Seite unterhaltsamen Zitaten von Europas Agenturgrößen; das alles im zugegebenermaßen schön augenzwinkernden visuellen Gewand. Am symphatischsten habe ich wie so oft die Worte von Stefan Sagmeister in Erinnerung behalten. Selber gucken!

(via)

Michael Wandelmaier, Illustrator

Vor einigen Wochen habe ich eine 90 minütige Dokumentation über die Geschichte des Walfangs auf 3sat gesehen und seit dem ein wenn auch nicht missioniertes, aber differenzierteres Bild von der Problematik. Bis auf die Tatsache, dass sich unter den wunderschönen Graphitgemälden von Michael Wandelmeier aus Toronto auch eins in der Tradition der japanischen Walfangmalerei befindet hat das aber überhaupt nichts mit diesem Post zu tun. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

(via)