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Freaky Friday

So, heute hat der Freaky Friday dann auch mal seinen Namen verdient: Happy Halloween everyone! Draußen sind nur fünf Grad und ich schlage mit Hörbuchern und gesprochenen Inhalten die Zeit tot. Ich höre “Feuchtgebiete”, “Der Baader-Meinhof Komplex (Stefan Aust Edition)”, “Die Zunge Europas” und den Spreeblick Podcast gleichzeitig. Also parallel, nicht simultan. Das wäre ja absurd. Obwohl…

Bei Feuchtgebiete würde das fast gar nicht auffallen. Abgesehen davon, dass das Buch an sich schon so schlecht geschrieben ist, dass ich das auch selber geschrieben haben könnte, erschließt sich mir der Sinn einfach nicht. Ich bin da ja mit der Absicht rangegangen, mich selber ein bißchen abzuhärten. Das hat auch ganz gut geklappt, die ersten Minuten habe ich wirklich und ganz ehrlich mit Würgereizen gekämpft. Inzwischen ist mir nur noch permanent flau im Magen. Seitenweise wird ausgebreitet, was an Schamlosigkeit nicht mehr zu überbieten ist und ich habe zeitweise darüber nachgedacht, ob das vielleicht Kunst sein soll. Das Problem dabei ist, dass es einfach nicht aufhört. Im Gegenteil, selten habe ich soviel Redundanz in einem einzigen Buch wahrgenommen. Bei mir stellt sich nach einer Weile nur Gleichgültigkeit ein, aufklärerisch, oder gar relativierend wirkt das Buch aber nicht auf mich. Im Gegenteil, meine Abneigung gegenüber Körperflüssigkeiten, bzw. Menschen die mit Körperflüssigkeiten derart elaboriert naiv umgehen ist sogar gewachsen. Was soll denn das auch? Muss ich wirklich kein Problem damit haben, dass Menschen in aller Öffentlichkeit ihre Popel fressen oder darüber referieren, welche exakte Farbtönung ihre Rosetten haben? Für mich ist das ein Ausverkauf des Persönlichen. Selbstverständlich bin ich gestört, was das Verhältnis zu solchen Dingen angeht. Aber Charlotte Roche auch.

Dann doch lieber ein paar Links für’s Wochenende:

  • Passend zu Halloween: die vogelessende Spinne
  • Wer es noch nicht kennt: Poladroids Polaroidgenerator soll uns an die Zeit nach der Polaroidkamera gewöhnen (via)
  • Magomed Dovjenko ist Mitglied bei The KDU, depthCORE, Kölner und: 14 Jahre alt!
  • Emmanuel Guibert’s interessante Maltechnik erinnert mich an Spielereien im Kunstunterricht
  • Die ewig frivolen Pimpettes haben eine bemerkenswerte Anzeige im Playboy gefunden
  • Und: so würde ich auf eine Halloweenparty gehen!

Habt ein schönes Wochenende!

(Ballon von Mr. Toledano, via Tanja, danke!)

Waaaaaaa!

Oh nein, ohneinohneinohnein.. Waaaaaaaaaaaaa! Jetzt will ich umso mehr endlich eine Katze. Ich schwör’ auf Koran, das dauert nicht mehr lange…

(via)

Bisous GTi für DatA




Kryptischer geht die Überschrift nicht mehr, ich weiß, aber ich will zur Aufklärung beitragen: Bisous GTi ist ein französisches Artkollektiv, das seit einiger Zeit mit ganz wunderbaren Retroclips auf sich aufmerksam macht. Ihr jüngster Streich ist ein Musikvideo für DatAs Song “Rapture”. Die Arbeit zeichnet sich durch einen enormen Einfallsreichtum, technische Brillianz und eine große Portion Augenzwinkern aus. Wenn die mal nicht völlig auf den 80ern hängen geblieben sind… Gut so!


(via)


Jaaa, mir san mim Radel da!

Ich fahre ja seit ca. zwei Wochen mit dem Fahrrad zur Arbeit. Knapp 10km hin und knapp 10km zurück. Darauf bin ich sehr stolz und weil ich so stolz bin zeige ich euch auch mal, wie das ungefähr aussieht. So! Naja, fast…

(via)

Lacher des Tages




Nach Malte Weldings Fundstück bei der Süddeutschen ist dieses Video vom Franzosenclown Rémi Gaillard der zweite große Lacher des Tages. Harr!

(via)

Checkdisout

Ahh…mmmhh…ja. So ist das also im Blogestablishment? Nachdem ich vor kurzem schon als Gastautor bei Kai agieren durfte und dann mein erstes Gewinnspiel ausgerufen habe, kriege ich jetzt sogar Einladungen zu Diskussionsrunden. Da bin ich doch dabei! Matthias Weber von der internationalen Trend- und Marketingagentur PSFK, die überall auf der Welt Veranstaltungen organisiert und Großkunden berät, hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich nicht Lust hätte, am 20. November dabei zu sein, wenn über den Wandel der Musikindustrie diskutiert wird. In der Broschüre heißt es da:

“Abseits des medienpräsenten Gejammers der einfallslosen Majors über einbrechende Märkte werden wir an diesem Abend mit denjenigen diskutieren, die das Musikbusiness und die Kultur um digitale Musik tatsächlich vorantreiben”

Also selbstverständlich nicht mit mir, zum Glück. Diskutieren werden dort Leute die sich damit auskennen sollten: Ruben Jonas Schnell (Gründer von ByteFM), Marga Glanz (DJ, Ex-Produktmanagerin bei YoMama), Eric Wahlforss (Gründer von Soundcloud.com) und Oke Göttlich (Gründer von FineTunes und freier Journalist u.a. für die taz und die Neue Zürcher Zeitung). Für den lachhaften Preis von 20€ pro Ticket gibt es dann auch noch freie Getränke und Musik und allen Zip und Zap. Wer also Lust hat, dabei zu sein, sollte sich beeilen - das Kontingent ist streng begrenzt. Vielleicht sieht man sich ja…

Harriet Logan, Fotografie

Harriet Logans Kinderbilder berühren streckenweise so sehr, dass man den Finger auf dem Herzmuskel fühlen kann.

(via)

State of Tomorrow, L.A.

Ich hab schon eine ganze Weile nicht mehr über Agenturen geschrieben und das muss schleunigst geändert werden. Auf gehts:

State of Tomorrow haben nicht nur Geschmack bei der Wahl ihres Namens bewiesen, sondern sie legen als Newcomer mit ihrem Showreel auch ein schlankes Debüt hin. Und ganz nebenbei gibt das in Los Angeles ansässige Haus einen entscheidenden Hinweis auf das Motiv, das ich mir in ähnlicher Form demnächst auf die Innenseite des rechten Oberarms tättowieren lassen werde. Besser lässt sich dann auch keinen Eindruck schinden, wenn ich da mal anklopfen sollte, denn momentan steht L.A. auf der Wahrscheinlichkeitsskala für meine geplante Zeit in Kalifornien sehr weit oben, da ich da nicht allein hingehen müsste.

Tjaja, immer schön Sprüche klopfen, dann hat man keine andere Wahl, als es durchzuziehen, ob der Wahrung der eigenen Kredibilität.

Dinge abhaken

(via)

Barometer: The Shins - Pink Bullets