Freaky Friday, nicht…
Version 1: Man irrlichtert durch die Gänge eines Supermarkts, auf der Suche nach etwas zu essen, was der Magen nicht dankend ablehnt. Alles ist taub. Alle sind stumm. Man steht im Wald und steckt die Kopfhörer in die Ohren und macht das Lied an, das einem am meisten weh tut. Man ist an den einsamsten Ort der Welt gegangen und fühlt sich trotzdem komisch dabei, was dann passiert. Man schaut gedankenverloren auf die aufgeschlagene TV Spielfilm und glaubt für einen Bruchteil einer Sekunde, dass Sylvie van der Vaart einem Mut zuspricht. Und mit einem flirtet. Man wartet auf den Abend. Da sieht das Alkoholtrinken nicht ganz so asozial aus. Man setzt alles daran, den Gedanken keinen Einlass zu gewähren, die alles nur noch schlimmer machen. Wie ein Samurai wehrt man sich bis zum Schluss, bis man doch in der Schlacht untergeht. Man wartet ab, bis das Serotonin sich erbarmt, wieder für einen Moment vorbeizukommen. Es ist aber nur auf der Durchreise. Man misst die Strecke von Hanoi bis Bangkok immer und immer wieder. Man kann sich nicht erklären, warum alle so weiter machen, wie bisher. Als wäre nichts gewesen und stumm wie sie sind. Man bekommt E-Mails mit Songzitaten. Man hat sechs Jahre Krieg geführt im Sinne der Idee, wie Andreas Baader und Gudrun Ensslin. Und am Ende muss man einsehen, dass man chancenlos ist und vielleicht auch blind war. Man will wieder neun sein und nie mehr älter werden. Zurück in die Zukunft, Lynn Tanner, Nutellatoast, Apfelsaft. Man will, dass die Vibration aufhört und die Stille kommt, die keine Angst macht. Man fühlt sich der Chance beraubt und will nicht, dass es andersrum ist. Man steht am Steg, die Leine vom Partyboot wurde schon los gemacht und es treibt langsam davon. Girls Just Wanna Have Fun. Auf einmal macht alles Sinn. Man denkt, dass es besser ist, dem Kahn einen leichten Schubs mit dem Fuß zu geben, um das Gesicht zu wahren. Man weiß plötzlich, dass die Geburtstagsmelancholie dieses Mal einen Grund hatte. Man erlebt alles nicht zum ersten Mal und wünscht sich doch, dass Sheryl Crow an die Wand gestellt wird. The first cut is the…first. Alle Plätze sind schon belegt. Ein Sitzabdruck im Herzen. Kramer gegen Kramer. Cruise Control.
Version 2: Gestern gab es keinen Freaky Friday und ich weiß nicht, wann es den nächsten gibt. Und überhaupt Posts. Ich hoffe so schnell wie möglich weil ich a) weiß, dass es der bessere Weg ist und b) die tolle Community nicht aufs Spiel setzen will, die sich hier in so kurzer Zeit entwickelt hat. Dass alle wieder da sind, wenn ich es bin. Auf meinem Desktop steht: Nevermind. It will get better soon.


Head up, Nicolas!
Hey, Nicolas.
Wasn mit dir los, ich habe irgendwie nicht verstanden was denn passiert ist.
Naja auf jeden fall hörte sich alles sehr deprimierend an.
Kann nicht sein, dass mein lieblingsblock hier zu Grunde geht….
Kopf hoch!
Das wird auch nicht passieren. Nothing lasts forever. Es geht bald weiter.
[...] Wir müssen da gar nicht um den heißen Brei herum reden, das ist eh nicht meine Art. Es geht da um Altlasten, denen heute für mich die absolute Krone aufgesetzt wurde. Und da ich in der Vergangenheit damit [...]