Spike Jonze, Girl Skateboards = alte Zeiten…

Ich denk ja oft über früher nach. Früher war alles besser. Ja. Und in der Zukunft wird auch alles besser sein. Nur im Jetzt is’ immer so eine Sache. Naja, was wollte ich sagen? Achja: mit 14 musste ich das Skateboardfahren aufgeben (!), weil ich so komische Wasserablagerungen in der Hüfte bekommen habe. Mein Arzt hat gesagt, dass ich in ganz kurzer Zeit fast eintausend Meter gewachsen bin und deswegen kam das, mit der Hüfte.

Ich bin jetzt epische 27 und mir relativ sicher, seit einiger Zeit nicht mehr gewachsen zu sein. Auch wenn es kaum einen Satz gibt, den ich öfter höre als: “Alter, wie groß Du eigentlich bist…”. Na gut “Alter, du rauchst?” kommt noch öfter vor. Also warum hole ich mir nicht ein Stückchen Coolness zurück und stelle mich wieder aufs Brett? Oder engagier mich anderweitig, so wie es Spike Jonze mit seiner Skateboardfirma Girl tut. Irgendsowas halt. Rockstar werden ist jetzt ja wohl auch nicht mehr, das hätte mir mal früher einfallen müssen. Und Student bin ich nun auch nicht mehr. Stattdessen hole ich mir eine Katze ins Haus und suche gleichzeitig nach Wohnungen in Los Angeles. Midlife Crisis als Twen, wenn das mal kein Luxus ist. Und nobel geht ja die Welt zu Grunde. Gott, phrasendreschen, das geht immer noch.

Naja, ich guck jetzt erst mal ein bißchen Skateboardvideos und überleg mir da was. Kann ja nicht angehen. Was haben wir denn da? “The Magic Skateboard”, directed by Jonze himself, Music by Fatlip’s “Today’s Your Day!”.

(via)

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