Checkdisout

Ahh…mmmhh…ja. So ist das also im Blogestablishment? Nachdem ich vor kurzem schon als Gastautor bei Kai agieren durfte und dann mein erstes Gewinnspiel ausgerufen habe, kriege ich jetzt sogar Einladungen zu Diskussionsrunden. Da bin ich doch dabei! Matthias Weber von der internationalen Trend- und Marketingagentur PSFK, die überall auf der Welt Veranstaltungen organisiert und Großkunden berät, hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich nicht Lust hätte, am 20. November dabei zu sein, wenn über den Wandel der Musikindustrie diskutiert wird. In der Broschüre heißt es da:

“Abseits des medienpräsenten Gejammers der einfallslosen Majors über einbrechende Märkte werden wir an diesem Abend mit denjenigen diskutieren, die das Musikbusiness und die Kultur um digitale Musik tatsächlich vorantreiben”

Also selbstverständlich nicht mit mir, zum Glück. Diskutieren werden dort Leute die sich damit auskennen sollten: Ruben Jonas Schnell (Gründer von ByteFM), Marga Glanz (DJ, Ex-Produktmanagerin bei YoMama), Eric Wahlforss (Gründer von Soundcloud.com) und Oke Göttlich (Gründer von FineTunes und freier Journalist u.a. für die taz und die Neue Zürcher Zeitung). Für den lachhaften Preis von 20€ pro Ticket gibt es dann auch noch freie Getränke und Musik und allen Zip und Zap. Wer also Lust hat, dabei zu sein, sollte sich beeilen - das Kontingent ist streng begrenzt. Vielleicht sieht man sich ja…

Harriet Logan, Fotografie

Harriet Logans Kinderbilder berühren streckenweise so sehr, dass man den Finger auf dem Herzmuskel fühlen kann.

(via)

State of Tomorrow, L.A.

Ich hab schon eine ganze Weile nicht mehr über Agenturen geschrieben und das muss schleunigst geändert werden. Auf gehts:

State of Tomorrow haben nicht nur Geschmack bei der Wahl ihres Namens bewiesen, sondern sie legen als Newcomer mit ihrem Showreel auch ein schlankes Debüt hin. Und ganz nebenbei gibt das in Los Angeles ansässige Haus einen entscheidenden Hinweis auf das Motiv, das ich mir in ähnlicher Form demnächst auf die Innenseite des rechten Oberarms tättowieren lassen werde. Besser lässt sich dann auch keinen Eindruck schinden, wenn ich da mal anklopfen sollte, denn momentan steht L.A. auf der Wahrscheinlichkeitsskala für meine geplante Zeit in Kalifornien sehr weit oben, da ich da nicht allein hingehen müsste.

Tjaja, immer schön Sprüche klopfen, dann hat man keine andere Wahl, als es durchzuziehen, ob der Wahrung der eigenen Kredibilität.

Dinge abhaken

(via)

Barometer: The Shins - Pink Bullets

Jan Schoenwiesner, München

Vor ein paar Tagen hatte ich eine interessante Diskussion mit meinem Bruder darüber, inwiefern technisches Equipment ausschlaggebend bei der Umsetzung unser aller Ideen ist. Ausgangspunkt war die Frage, ob Macs wirklich deswegen unter Kreativen so beliebt sind, weil sie dem User, wie von Apple jedenfalls propagiert, ein höheres Maß an kreativer Freiheit lassen. Zweifellos sind wir alle, und gerade wir Männer, nicht gegen Technikaffinität und Fanboyism gefeit. Kurzfristig kann das die eigene Arbeitsweise sogar beflügeln. Zu einem Ergebnis sind wir aber trotzdem nicht gekommen, denn obwohl auch ich für meine Abschlussarbeit den Weg über gewaltiges Equipment gegangen bin, nehme ich genauso gern auch einfach mal nur den Copicmarker in die Hand und male auf Spanplatten rum.

Jan Schoenwiesners Diplomarbeit liefert aber neuen Gesprächsstoff. Er hat mit einer simplen HDV Kamera von Sony und einem selbstgebauten (!) 35mm Adapter ein visuelles Meisterwerk geschaffen, das im Bereich Diplomarbeiten seines gleichen sucht. Die dazugehörige Dokumentation steht dem Musikvideo dabei qualitativ in nichts nach. Und trotzdem wird sie nicht auf einem 486er mit MS Word zusammengeschustert worden sein.

[Update]

Stefan hat als aufmerksamer Leser richtigerweise festgestellt, dass ich hier Fachidiotenscheiße von mir gegeben habe. Ich darf natürlich nicht davon ausgehen, dass jeder weiß, wozu ein selbstgebauter 35mm Adapter gut sein kann. Daher hole ich das hier nach: Jan Schoenwiesner hat sich den 35mm Linsenadapter gebaut, um in der Lage zu sein, verschiedene SLR (Single Lense Reflex, den meisten bekannt als Spiegelreflex) Objektive benutzen zu können. Dadurch besaß er die Freiheit, auf seiner Sony HDV Kamera eine ganze Reihe von Brennweiten durchzuprobieren und echte Tiefenschärfe mit Consumerequipment zu generieren. Mit anderen Worten, er konnte auf Panavision oder die neue EOS 5D Mark II pfeifen. Das ist das faszinierende an der Geschichte. Es braucht nicht immer 16.000 € oder Connections zu einer Filmproduktionsgesellschaft. It’s all in your head!

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[Update Nr. 2]

Jan himself ist auf die Diskussion hier aufmerksam geworden und hat in den Kommentaren einen ausführlichen Einblick zur Entwicklung und Funktion des Adapters gegeben. Vielen Dank Jan!

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LOST, Season 5




WARNUNG: alle, die die vierte Staffel noch nicht gesehen haben, sollten nicht auf Play drücken. Allen anderen: nur noch bis Februar warten! Es geht wieder los!!!

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Deutschland im Herbst

Am Wochenende habe ich “Burn After Reading” geguckt, auf dem Land, im Osten, und das muss ich ja mal eben kurz loswerden. Ein abenteuerliches Unterfangen wurde es, das hätte mir vorher klar sein müssen, aber die Sache hatte durchaus Charme. Da wird man noch herrlich grobschlächtig von alt aussehenden jungen Frauen auf Krücken angepöbelt, wenn man sich erdreistet, einen Platz einzunehmen, der nicht ausdrücklich auf dem Ticket ausgewiesen ist. Und wenn man darauf verlegen lächelnd ein paar Plätze weiterrückt, auf seinen eigentlichen Platz, und dort angekommen feststellt, dass der Klappsitz kaputt ist und sich genau die 5° zu weit nach unten neigt, dass man es erst “gar nicht so schlimm” findet, aber nach zehn minuten unerträglich, dann kann der Abend losgehen.

Zwischen mir und der Krückenfrau hat sich dann auch noch sicherheitshalber ihr Freund gesetzt, der seine Beine so breit gemacht hat, dass ich mich umgehend in einer höchst homosexuellen Sitzhaltung wiederfand, nur um seine Knie nicht zu berühren und ihn womöglich noch zu provozieren. Wer weiß denn schon, wo seine Freundin die Krücken her hat? Unglücklicherweise stand mein Bier noch auf seiner Höhe und auf ein vorsichtiges “Ähä…kann das vielleicht sein, dass das da mein Bier ist…?” stieß mir aus seinem Alpha-Industries-Körper ein bulliges “Ja, meiens isses niehe!?” entgegen. Herrlich. Und während ich so meinen Blick schweifen ließ, wurde mir ganz anders. Eine Horde eigenartig gekleideter Personen wollte mit mir also die subtile Agentenparanoiasatire der Coen-Brüder gucken und lachte schon im Vorfeld hysterisch über Til Schweigers tumben Hodenschutzkalauer im Trailer zu “1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde”. Während der Vorstellung wurde dann irritierend wenig gelacht und wir hielten uns lieber auch zurück, man weiß ja nicht wie die reagieren. Einzig in den Momenten, wo Brad Pitt seine hirnverbrannten Tanzeinlagen zum besten gab wurde gegrölt, klar, deswegen ist man ja schließlich gekommen.

Nachdem der Film sein erwartet abruptes Ende genommen hat, dreht sich ein absurd frisiertes Buffalomädchen zu ihrer dicken Freundin um und sagt: “Nee ne? Des jetze niehe woar, öder? Da is’ doch jetze ganix passiat?”. Die Dicke guckt abwesend und antwortet nicht.

(Foto via unknown)

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Sache

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