Es ist die eine Sache, die Kunst der fotorealistischen Malerei zu beherrschen. Es ist aber eine ganz andere Sache, dies dazu zu nutzen, eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen. The Very Realistic Paintings of Adam Stennett.
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Im Fernsehen läuft eine von diesen bizarren Kuppelshows, „Frank, der Wedding Planer“. Frank, das ist dieser aufgedunsene schwule Flummi, der “seinen” Paaren vor der Hochzeit Hilfestellung dabei gibt, über der Frage zu meditieren, ob Orchideen oder Callas die platzkärtchengespickten Tafeln „komplettieren“ sollen.
Ein fetter Fernfahrer, seine 18-jährige anorektische Freundin und natürlich ein Baby, das so neugeboren aussieht, dass man sich wundert wo die Mutterkuchenreste im Gesicht geblieben sind (die müssen da doch irgendwo sein. Die sind da immer!), stehen vor einem amerikanischen 70er-Jahre Truck mit tausend bunten Lichtern und Wimpeln. Dann heult er (nicht Frank) ein bißchen, im Hintergrund eine Instrumentalfahrstuhlversion von “(I’ve Had) The Time of My Life”. Steffi hat den Laster für ihren Schatzimausi gemietet, als würde er nicht schon genug Kilometer pro Jahr auf diesen Monstren abreißen und zusammen machen sie eine „Spritztour“ durch Mecklenburg-Vorpommern. Selbstverständlich wird das Schauspiel jetzt mit „Highway To Hell“ unterlegt und die Stimme aus dem Off, die man für die gleiche Stimme wie die von den Beiträgen bei sam, Galileo, sternTV, MTV Masters, K1 - Die Reportage und überhaupt allen Sendungen auf der Welt hält, macht einen flotten Spruch nach dem anderen. Alle vier Sekunden wird sich hysterisch geküsst. Dann planen sie, dass sie die Hochzeitstorte mit bedruckten Esspapierplatten verzieren wollen. Darauf sollen, klaro, „die kleine Familie“ und ein großer LKW zu sehen sein. Anästhesie für die Generation Hartz IV punkt null. Und mich.
Ein Glück, dass über dem Feedreadericon im Dock eine fünfstellige Zahl thront. Die muss durchgearbeitet werden. Während ich das tue, empfehle ich euch The Eyeballing Game. Ein Durchschnitt von 5.18 Punkten nach drei Durchgängen sind zu schlagen und das ist nicht schwer. Also wehe jemand kommt hier auf die Idee seine Punkte zu posten.
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Initiating boot sequence / Die Verbindung wurde getrennt / The years have been short but the days were long / Warum Kleinsparer die Gewinner der Krise sind / A thousand different versions of yourself / Die Nachtspeicherheizung und ihr verfickter, altvertrauter Geruch sollen wieder dahin gehen, wo sie herkommen / Welcome to this one man show, just take a seat, they’re always free / Fahrradschlösser kosten mehr als Fahrräder und Zylinderkopfdichtungen / Each broken heart will eventually mend / Ich war noch nie in Mendocino / Nobody’s nice, when you’re older your heart turns to ice / Der Sand mäandert wie flüßiges Blei / Wake me up, when october ends / Jemand spielt ein Lied auf der Gitarre, es ist nicht von Jack Johnson, und auch nicht von Hannes Wader. Aber es ist schön.
Morgen wird hier der Betrieb wieder aufgenommen.
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Version 1: Man irrlichtert durch die Gänge eines Supermarkts, auf der Suche nach etwas zu essen, was der Magen nicht dankend ablehnt. Alles ist taub. Alle sind stumm. Man steht im Wald und steckt die Kopfhörer in die Ohren und macht das Lied an, das einem am meisten weh tut. Man ist an den einsamsten Ort der Welt gegangen und fühlt sich trotzdem komisch dabei, was dann passiert. Man schaut gedankenverloren auf die aufgeschlagene TV Spielfilm und glaubt für einen Bruchteil einer Sekunde, dass Sylvie van der Vaart einem Mut zuspricht. Und mit einem flirtet. Man wartet auf den Abend. Da sieht das Alkoholtrinken nicht ganz so asozial aus. Man setzt alles daran, den Gedanken keinen Einlass zu gewähren, die alles nur noch schlimmer machen. Wie ein Samurai wehrt man sich bis zum Schluss, bis man doch in der Schlacht untergeht. Man wartet ab, bis das Serotonin sich erbarmt, wieder für einen Moment vorbeizukommen. Es ist aber nur auf der Durchreise. Man misst die Strecke von Hanoi bis Bangkok immer und immer wieder. Man kann sich nicht erklären, warum alle so weiter machen, wie bisher. Als wäre nichts gewesen und stumm wie sie sind. Man bekommt E-Mails mit Songzitaten. Man hat sechs Jahre Krieg geführt im Sinne der Idee, wie Andreas Baader und Gudrun Ensslin. Und am Ende muss man einsehen, dass man chancenlos ist und vielleicht auch blind war. Man will wieder neun sein und nie mehr älter werden. Zurück in die Zukunft, Lynn Tanner, Nutellatoast, Apfelsaft. Man will, dass die Vibration aufhört und die Stille kommt, die keine Angst macht. Man fühlt sich der Chance beraubt und will nicht, dass es andersrum ist. Man steht am Steg, die Leine vom Partyboot wurde schon los gemacht und es treibt langsam davon. Girls Just Wanna Have Fun. Auf einmal macht alles Sinn. Man denkt, dass es besser ist, dem Kahn einen leichten Schubs mit dem Fuß zu geben, um das Gesicht zu wahren. Man weiß plötzlich, dass die Geburtstagsmelancholie dieses Mal einen Grund hatte. Man erlebt alles nicht zum ersten Mal und wünscht sich doch, dass Sheryl Crow an die Wand gestellt wird. The first cut is the…first. Alle Plätze sind schon belegt. Ein Sitzabdruck im Herzen. Kramer gegen Kramer. Cruise Control.
Version 2: Gestern gab es keinen Freaky Friday und ich weiß nicht, wann es den nächsten gibt. Und überhaupt Posts. Ich hoffe so schnell wie möglich weil ich a) weiß, dass es der bessere Weg ist und b) die tolle Community nicht aufs Spiel setzen will, die sich hier in so kurzer Zeit entwickelt hat. Dass alle wieder da sind, wenn ich es bin. Auf meinem Desktop steht: Nevermind. It will get better soon.
So, dann wollen wir mal sehen ob unter den ganzen Gewinnspielverrückten hier auch Leute sind, die was von hoher Kunst verstehen: Heiko Müller ist der nächste Künstler aus Hamburg, der mich stolz macht. Es muss nicht immer Berlin sein, weiß Gott nicht. Bereits 1997 hat der heute 40-jährige, wie es sich für einen waschechten Hamburger Avantgardisten gehört, seine erste Ausstellung in der Vereinsbank Hamburg Harburg ausgerichtet. Bis heute sind dann Gruppenausstellungen überall auf der Welt, von Basel über New York bis Paris gefolgt. Nächstes Jahr soll in einer Solo Show in der Jack Fischer Gallery in San Francisco der große Wurf gelingen.
Was mich aber besonders amüsiert ist, dass Heiko Müller offensichtlich genauso wie ich darum gebeten wurde, Arbeiten im Taiwanesischen DPI Magazine zu veröffentlichen. Ich hoffe er ist dabei auch in den Genuss eines Interviews mit der Redaktion und ihrem asiatischen Fantasieenglisch gekommen. Heiko, kennst Du Claire Lo? Oh man…
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So. Wir haben also einen Gewinner. Beim Lotto wird ja immer nur gesagt, wo der ungefähr herkam. Das machen wir auch! Der ominöse Gewinner kommt aus 67480 Edenkoben, in der Pfalz. Etwa 45,2 km südöstlich von Kaiserslautern.
Und hier, exklusiv für Max: auf der Diskette waren 1.287.883 bytes abgespeichert.
Herzlichen Glückwunsch, das T-Shirt ist unterwegs. Und ganz nebenbei mal eben so den mit 49 Kommentaren derzeit (10.08.08, 19h) kommentarreichsten, wenngleich auch inhaltsleersten Beitrag überhaupt geschaffen. Wenn das mal nichts ist. Und die nächste Verlosung steht schon in den Startlöchern und ist für die Vorweihnachtszeit geplant. Außerdem hat mein Vater sich einen A1 Drucker gekauft. Da muss man ja nur eins und eins zusammenzählen. Ich freu mich schon auf die nächsten Aktionen, bis dahin aber endlich mal wieder ein bißchen Content, Freunde. Denn so gehts ja nun nich’. Also Konzentration!