Such Great Heights

Dem von mehreren Dozenten unabhängig voneinander als “Goldenen Jahrgang der HTK” bezeichneten Haufen von Studenten: The Postal Service - Such Great Heights. Und ich werd’ ganz wehmütig.

A Fine Frenzy

Das wars also. 6 Semester Studium sind zuende. Und jetzt? 40 Jahre Alltag, Langeweile, Redundanz? Wir werden sehen. Gestern abend jedenfalls fanden sich im Cinemaxx Dammtor in Hamburg knapp 400 Freunde und Verwandte (das Kino fasste 350, die Treppen waren ebenfalls besetzt) ein, unterwandert von abgesandten Headhuntern namhafter Agenturen aus Hamburg, um unsere 60 Abschlussarbeiten auf einer Großbildleinwand zu bestaunen. Schön wars. Glamourös, lustig, ausgelassen und ein bißchen wehmütig. Ein Glück dass ich schon nachmittags angefangen hatte Bier zu trinken, so fiel der Weg auf die Bühne gegen 20.30 Uhr, kurz vor Schluss der Veranstaltung und unter immer noch genauso ehrlichem und lauten Applaus wie für jeden meiner 54 Vorgänger, nicht mehr ganz so schwer.

Vorne am Pult, während mein Spot lief, fiel mir dann auf, dass ich die Bierflasche selbst auf diesem Gang nicht loslassen konnte und nahm noch einen Schluck, um sie dann auf genau jenem abzustellen. Ich weiß nicht, ob es so einen Moment noch einmal geben wird, ganz sicher ist er aber zu einem der schönsten geworden, die ich bisher erleben durfte. Freunde waren gekommen, mit denen ich vor sieben Jahren schon in ähnlichem, aber deutlich kleineren Rahmen auf einer Bühne stand. Damals nahmen wir geschlossen als Englisch-LK unsere Abiturzeugnisse von unserer Tutorin entgegen.

Betäubt ist man, wenn der Schulleiter nach 53 Arbeiten eine “kurze Pause” ausruft und ankündigt, dass nach Wiederanpfiff die Auszeichnungen vergeben werden. Wenn einem plötzlich fremde Väter und Kommilitonen die man noch nie gesehen hat auf die Schulter klopfen und Glückwünsche aussprechen. Wenn mit einem Mal klar wird, weshalb der stellvertretende Schulleiter einem schon beim Einlass nebulös gratuliert hat. Wenn man noch einmal darüber nachdenkt, wer sich unter den anderen sechs ausgezeichneten Studenten und ihren unglaublichen Arbeiten befindet, während andere wiederrum keine Auszeichnung bekommen haben, es aber keinen Deut weniger verdient gehabt hatten. Wenn man sich an den ersten Tag in der Uni erinnert, an dem andere in der Pause ausgesprochen haben, was alle dachten: wenn ich hier anfange will ich auch mit der bestmöglichen Note abschließen! Wenn einem aufgeht, dass zwischen diesem ersten Tag und heute drei Jahre Zeit, unzählige Scheine, ebensoviele Zweifel, Flüche und schlechte Tage liegen.

Ich würde gern ganz ehrlich und unpathetisch ein paar Leuten Danke sagen: Billie Lüdemann von MARKENFILM. Ohne Dich kein Studio, kein Dreh, keine Produktionsleitung, kein unermüdliches Lächeln! Mir will immer noch nicht in den Kopf, wie ich über meinen Bruder, der bei MARKENFILM ein Praktikum im Rollenarchiv (!) gemacht hat an ein Studio bei der größten Werbeproduktionsgesellschaft Europas gekommen bin. Daher Danke auch an MARKENFILM selber, wen auch immer ich da adressieren muss, denn eine kritische Nachfrage gab es von keiner Abteilung zu keinem Zeitpunkt. Marcel Andrijanic! Ich hoffe dass Du der nächste Toni Kroos slash Lionel Messi wirst. Du machst Deinen Weg bei Pauli, wer in seiner ersten Saison in der U-17 im ersten Ligaspiel das Siegtor schießt wird Großes erreichen. Georg Krefeld! Mein Fachdozent, fleischgewordener Baldrian am Set und geduldige Auskunftshotline bei After Effects Fragen. Christian Bönig, Pressesprecher des FC St. Pauli! Danke für den Kontakt zu Marcel, das war ein Glücksgriff! YOOlabs GmbH, meine Agentur, die mir ohne zu zögern über die ganze Zeit einen eigenen Raum inklusive 8GB/QuadCore Mac Pro zur Verfügung gestellt hat. Und mich immer motiviert und bei Laune gehalten hat. Kevin! Danke für die Idee mit Pauli! Ohne euch hätte ich nicht diese zwei komischen Zahlen auf meinem Zeugnis. So. Schön schleimig, schön aus dem Bauch heraus und herrlich deplatziert. Genau nach meinem Geschmack!

Es gab eine Nachfrage, ob es ein Making-Of zum Spot geben wird. Ich hab mir gedacht, ich stelle einfach meine Präsentation hier und meine Mappe hier, beides aus Keynote als PDF exportiert und ohne die Filme zum Download bereit, weil Ich auch gerne Mappen von anderen gesehen hätte, bevor ich abgeschlossen hab. Da kann dann jeder reinschauen und nach Rechtschreibfehlern suchen. Dazu die Info: für die Präsentation der Abschlussarbeit und die Mappe hatten wir genau 30 min. Zeit. Es sind die Originaldateien, bis auf die Filme. Ich denke es versteht sich von selbst, dass alle Rechte bei mir liegen und dass die Dateien bitte nicht von externen Websites verlinkt werden, sondern immer dieser Post.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, ich aktualisiere dann jetzt mal die Daten unter “Kontakt”.

(Foto via)

Newssss….

I am so sorry. Ab heute kehrt hier wieder Regelmäßigkeit ein! Ich melde mich heute Nachmittag (und ab jetzt wohl immer eher in der zweiten Tageshälfte), es gibt viel von gestern zu erzählen. Uuaaaaaaaaa!

Freaky Friday

Tach. Ich habe apokalyptischen Muskelkater. Wenn ich meine Arme bewegen muss (auch jetzt zum schreiben), dann fühlt sich das an wie eine gewaltige, endomorphische, tektonische Plattenverschiebung. Warum? Einmal im Jahr gibt es einen Tag Bespaßung in meiner Agentur. Dieses Jahr: Wasserski. Wasserski ist der Teufel. Lucifer ex machina. Gefühlte 48 mal habe ich es probiert und mir dabei ein Schädelhirntrauma, einen Mittelhandbruch, Schlitzwunden am Handgelenk und offene Beine zugezogen. In dieser Reihenfolge. Welch Schmach, für mich als sportlichem Menschen, der versammelten Mannschaft dabei zugucken zu müssen, wie alle nach und nach Wasserskiflügge werden, nur ich nich’. Schließlich habe ich mich auf meine Wurzeln als Skateboarder besonnen und mir ein Wakeboard geschnappt und siehe da: beim 4ten Versuch, tätäääää! Sehr gute Ablenkung, denn morgen gehts los: Abschlussarbeitspräse! Vorher heute noch in die Stadt und unter Qualen, die sich kein Mensch vorstellen kann, Klamotten anprobiert (und gekauft). Und das beste ist, heute abend um 22.00 Uhr 90 min. Hallenfußball! Morgen bei der Präsentation werde ich dann als Stephen Hawking Look-Alike autreten. Vorher aber noch ein paar Links für den Weg:

Euch allen ein schönes Wochenende, wünscht mir Glück!

(Ballong via)

Julien Vallée, Montréal

Julien Vallées Motion Design Portfolio hat kurz gemacht, dass ich gedacht hab: ich spiel nich’ mehr mit! Der ist übrigens auch für den kleinen Animationsfilm verantwortlich, über den ich vorgestern kurz berichtet hab.

(u.a. via)

Ok, ich halts nicht mehr aus!

Georg, falls Du das hier liest: *** SPOILER ***. Versau’ Dir nicht die Präsentation, in HD auf’m Beamer und mit Anlage und zusammen mit Deinen Dozenten- und Gremiumskollegen is’ schon was anderes, als so popelig h.264 codiert und blass. Für alle anderen: tataatataaaaaaaa!

Meine Abschlussarbeit, die ich Samstag präsentiere, die mich 6 Wochen Nerven und quasi den ganzen Sommer gekostet hat, bei der ich aber auch soviel wie nie zuvor gelernt hab, die ich gestern vorbereitend schon bei Vimeo hochgeladen und ausgewählten Freunden zukommen lassen hab und trotzdem mysteriöserweise schon rund 100 total plays hat, bei der alles, allesalles handgemacht ist, vom Matte-Painting über eingescannte Illustrationen und Typos bis zum Motion Design, für die ich MARKENFILM® und dem FC St. Pauli bzw. Marcel Andrijanic auf ewig was schuldig bin.

Alles andere steht in der Beschreibung hier. Comments and advanced critique welcome. Enjoy!

M.I.A.: R.I.P. Musik, Welcome Fashiondesign!

Ich bitte um einen Moment andächtigen Schweigens, denn fassungslos musste ich gestern feststellen, das M.I.A. offensichtlich ihre Musikkarriere an den Nagel gehängt hat, um sich nun gänzlich dem Design und der Mode zu widmen. Es hätte schlimmer kommen können, zum Beispiel wenn Sie versucht hätte, Schauspielerin zu werden, trotzdem bitte ich darum, eine Kerze anzuzünden. Ich komm das dann stichprobenartig überprüfen! Read the full story here…

Superexpresso, Italien

Außergewöhnliche Typostudien, Illustrationen und Printarbeiten gibt es beim Italiener Michele Angelo (so müssen Italiener heißen!) alias Superexpresso.

PS: der war auch beim Typopornpost dabei.

(via)

Will ich: VoIP Holztelefon

Kostet 225 oi und ist aus Walnuss bzw. Messing (das Kleine da in der Mitte!).

(via)

WTF? Mehr fällt mir dazu nicht ein…

Mir fehlen die Worte. Was das hier in einem Designblog zu suchen hat? Nix! Yesssss.