Freaky Friday

Wenn das mal keine ereignisreiche Woche war. Leider kann ich (vorerst) nichts davon hier erzählen. Awwww. Was ich aber erzählen kann ist, dass ich mich schon ziemlich auf die Weihnachtszeit freue. Geplant ist, und ich setze mich damit jetzt mal ein bißchen selber unter Druck, ein weiteres Verlosungsspiel mit einem kommerziellen Partner, diesmal noch größer, noch aufregender, noch schwerer. Als wenn das erste Gewinnspiel auch nur ein einziges dieser Attribute erfüllt hätte. Zu Weihnachten selber gibt es dann noch ein kleines Geschenk von mir, das ich allerdings auch verlosen möchte. Vorweg: es hat kein Geld gekostet! Nicht mal Druckertinte. Es ist quasi immateriell. Physisch nicht vorhanden. Und doch ist es faszinierend. Was das wohl wieder ist? Bald mehr! Vorher aber ein paar Links zum Wochenende:

Euch allen ein schönes Wochenende!

(Ballon via)

Checkdisout, Nachbericht

Gestern abend war es also so weit, CheckDisOut, Hamburgs erste Diskussionsrunde zu aktuellen Themen wie Gesellschaft, Medien, Kunst und Kultur, fand in den Hallen des Ginko Press Verlags statt und ich sollte dabei sein. Als Zuschauer, versteht sich. Geladen waren, wie bereits berichtet, einschlägig bekannte Protagonisten der Musikszene, darunter Eric Wahlforss, Gründer von Soundcloud oder Ruben Jonas Schnell, dem Gründer von ByteFM. Veranstaltet und moderiert wurde das ganze von der internationalen Trendagentur PSFK in Person von Matthias Weber, der mich freundlicherweise eingeladen hatte.

Soweit so gut. Ich möchte vorab darauf hinweisen, dass meine Eindrücke unter nicht unerheblichem Einfluss von Alkohol und der Tatsache, dass ich selber kein Musikschaffender bin, entstanden sind. Im Folgenden schildere ich den Abend also als angetrunkener Laie, der ich nunmal war. Immerhin hatte ich mir einen Freund, der selber Musik macht, an die Hand genommen, damit ich nicht ganz wie der Ochs vorm Scheunentor stehen sollte.

Los gings um ca. 20.00 Uhr. Wir betraten einen kargen, weißgestrichenen Raum voller bunter Menschen und ich hatte mich sofort gefragt, wie die alle das so schnell vom Prenzlauer Berg nach Hamburg geschafft haben. Mir war vorher auch nicht klar, dass es einen Dresscode gab. Bicolor-Hornbrillen mit Fenstergläsern und Holzfällerlook war unter den Herren unisono der letzte Schrei, während die Damen den Vintagestil kombiniert aus Cordminirock, Rüschenbluse und Omapumps bevorzugten. Very artsy people insgesamt und angenehm unangenehm, denn es war klar: hier hatte sich die gesammte Avantgarde Hamburgs, bestehend aus Musikjournalisten, freischaffenden Künstlern und Rockstars kummuliert. Es gab Wodka-Tonic mit Limettenscheibchen und Salzstangen, ich blieb beim Pils.

Matthias Weber (mit seinem jungehaften Charme, seiner beneidenswerten (zweisprachigen) Eloquenz und seiner noch beneidenswerteren Selbstverständlichkeit als Moderator der Typ Mann, in den sich die Mädchen sofort verlieben. Wenn man Kurt Krömer in ein Bootcamp mit George Clooney und Matthew McConaughey stecken würde, würde Matthias Weber dabei herauskommen!) eröffnete die Diskussion nonchalant mit einer lässigen Einführung, flankiert von einer standesgemäßen Flatscreen-Präsentation. Leider kam es, wie es kommen musste. Das Thema “Music is Okay!?”, angelehnt an ein Statement von DJ Koze, wurde immer wieder geschickt umschifft. Stattdessen wurde endlos über neue Distributionswege, böse Major Labels und die guten alten Vynilzeiten geredet.

Was ich eigentlich für einen cleveren Move gehalten habe, nämlich einen Co-Moderator darauf anzusetzen, das Publikum permanent mit einzubeziehen, hat sich als Schlag ins Leere entpuppt. Zwar hatte man eingangs dazu aufgefordert, sich unaufgefordert zu Wort zu melden; ich hätte mir allerdings gewünscht, dass das Publikum eher mit konkreten Fragen einbezogen wird. Wie bewertet ihr denn Erfolg von Web 2.0 Bands wie 1000 Robota oder den Arctic Monkeys? Macht es euch MySpace wirklich einfacher? Nun waren schon soviele Menschen da, die sich mit der Materie auskannten. Leider gab sich das Publikum aber schnell dem anästhesierenden Phrasengedresche und dem Wodka-Tonic hin. Einmal hat sich dann jemand zu Wort gemeldet, der zwar für meinen Geschmack seinen Unmut etwas zu griesgrämig äußerte, im Grunde aber Recht hatte: es wurde nicht ansatzweise darüber gesprochen, wo denn die Magie der Musik im digitalen Zeitalter geblieben sei. Da wurde es kurz spannend. Kurz. Die Rahmenbedingungen waren in meinen Augen fast perfekt. Aber dicht daneben ist halt trotzdem vorbei. Die Chance, junge Musiker nach ihren Erfahrungen mit den neuen Mitteln (und Gefahren) des digitalen Zeitalters zu befragen, wurde verpasst. Stattdessen glitt die Diskussion immer mehr auf eine Metaebene ab, die für mich als Laien vielleicht einfach auch nur noch etwas schwer greifbar ist. Immer wieder hatte ich mich gefragt, ob ich mich anders gefühlt hätte, wenn die Diskussion sich um das Thema Grafik Design gedreht hätte. Ich bin aber zu keinem Schluss gekommen, auf einen Versuch käme es an. Alles in allem hatte ich dennoch enormen Respekt vor dem Aufwand, den Matthias für diesen Abend getrieben hat und ich bin mir sicher, dass die nächsten Runden von diesen Erfahrungen profitieren werden. Gestern abend hat mir das aber nichts genützt.

Und so habe ich immer wieder fasziniert in die Runde geschaut. Vor mir saß zum Beispiel der Tonnazi. Er war dafür verantwortlich, dass sämtliche Mikrofone der Diskussionsteilnehmer korrekt ausgesteuert waren und er nahm seine Aufgabe sehr ernst. Alle zwei Minuten stand er auf und regelte an den Reglern, was das Zeug hielt. Er scheute sich nicht einmal davor, den Co-Moderator mit hektischer Mimikpöbelei anzublaffen, dass er doch gefälligst von den Boxen wegkommen solle. Als der sich reuig schlich, hatte es sich natürlich gleich viel besser angehört.

Amy Dresser, Retoucheurin

Das Thema Fotoretouche hat mich schon immer enorm fasziniert. Seit Jahren versuche ich mich daran immer mal wieder in meiner Freizeit und nur für mich allein. Es hat etwas meditatives, stundenlang Hautschattierungen zu optimieren, Falten zu glätten und Proportionen anzugleichen. Das sollte jeder mal ausprobiert haben. Tutorials gibts wie Sand am mehr, Freundinnen, von denen mal schnell ein Foto knippst auch. Nicht.

Amy Dresser jedenfalls ist eine Koriphäe auf dem Gebiet. Sie absolvierte 1998 die Universität, um nur zwei Jahre später als Haus- und Hofretoucheurin der weltberühmten Fotografin Jill Greenberg in New York engagiert zu werden. Heute lebt und arbeitet Amy auf freier Basis in Los Angeles. Ihr Online-Portfolio bietet bei vielen Fotos die Möglichkeit, per Mouseover einen Vorher-Nacher-Vergleich ihrer Arbeiten zu begutachten. Absolut beeindruckend und sehr lehrreich!

Florian Bayer, Illustrator

Endlich mal wieder etwas aus Deutscheland zu berichten: Florian Bayer, Illustrator, ursprünglich aus Deutschland, jetzt mit dem von ihm gegründeten Künstlernetzwerk Shake Your Tree (unbedingt die Website anschauen, die haben eine Welttournee-Wanderausstellung gemacht, die ausschließlich in Deutschland statt fand. Wie geil ist das denn bitte?) in Brighton ansässig. Unter anderem hat er für das britische Blatt The Guardian und Olympus gearbeitet. Zu seinem Leistungsspektrum zählt Illustration, Storyboarding und Set-Design. Worth a stop!

(via)

Ich bin available for hire!

So. Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen, oder wie war das? Wer das wohl noch gesagt hat? Clint Eastwood? Bruce Willis? Egal. Die Finanzkrise hat uns jedenfalls alle in ihrem fiesen Würgegriff und keiner weiß, wann sie von ihrem schrecklichen Tun ablässt. Ein Graus ist das. Let’s face it: Angst, Elend, Verwüstung, Anarchie, Chaos, Tod, Höllenfeuer, WSV auf dem Börsenparkett - das alles steht uns ganz unmittelbar bevor, da bin ich mir sicher. Eigentlich ist ja schon alles vorbei. Wer soll denn in Zukunft die Reparaturarbeiten am Jägerzaun und die Massagematratzen für unsere Opel Vectra bezahlen? Da heißt es: den Gürtel enger schnallen! Sich dem prekären Diktat der Marktwirtschaft bedingungslos unterwerfen. Und deswegen folgt jetzt ein Absatz voller Demut. In aller Bescheidenheit möchte ich hier und jetzt den Gang nach Canossa machen. Vor der kalten, glänzenden, seelenlosen Maschine Kapitalismus zu Kreuze kriechen:

Ich, Nicolas Arnold, 27, bin mit sofortiger Wirkung auf Vollzeitbasis als Freelancer buchbar. Zu meiner Person: erste Erfahrungen habe ich zunächst während meiner zweieinhalbjährigen Ausbildung als Mediengestalter für Digital- und Printmedien bei der inzwischen zum Unternehmen SinnerSchrader gehörenden Spot-Media AG sammeln können. Nachdem ich diese im Frühjahr 2005 mit “Sehr Gut” abgeschlossen habe, fing ich ein Kommunikationsdesignstudium an der HTK - Akademie für Gestaltung an. Sechs Semester später schloss ich dieses mit 1,0 und Auszeichnung erfolgreich ab. Parallel konnte ich weiter Erfahrungen als Junior Art Director im Bereich Online bei einer Hamburger Agentur sammeln. Zu meinen Aufgabenbereichen gehörten in den vergangenen Jahren Corporate Design, Screen- und Interfacedesign, Motion Design und Editorial Design. Seit Ende 2004 betreibe ich meine Website YEAHYOURERIGHT.com, die im Laufe der Zeit diverse Auszeichnungen und Preise, u.a. von Wrangler, Digital Thread, Linkdup oder New Web Pick einheimsen konnte. Meine Arbeiten sind darüber hinaus in diversen Publikationen wie dem Kompendium “Back 2 Oldschool” der FLK Studios / Dublin oder dem DPi Magazine veröffentlicht worden. Im Frühjahr 2009 erscheint ein Teil meiner Arbeiten in dem Buch “Designer Strich” aus dem zeixs Verlag. Meine aktuelle Mappe gibt es hier herunterzuladen, alle Infos zu meiner Abschlussarbeit an der HTK gibt es hier. Ich freue mich auf Anfragen per E-Mail, die Kontaktdaten dafür gibt es hier.

Verzeiht mir. Weiter gehts im Programm.

Lucy & Bart, Fotokünstler

Lucy und Bart, das britisch-niederländische Fotokünstlerduo, kann eins besonders gut: visualisieren, wie ich mich jeden morgen fühle!

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Ein WTF am Morgen, vertreibt…

Aus der Kategorie »Erfindungen, bizarrer als der Begriff “Sackbahnhof”«: der Smart-Monstertruck!

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Rául Burgos Gómez, Chile

Rául Burgos Gómez aus Chile hat den Bogen raus. Sehr schön und vor allem lehrreich sind auch seine Motion Design Storyboards bzw. Styleframes, unter anderem für Young & Rubicam. Genau mein Stil!

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Chris Scaraborough, USA

Mein Eindruck ist: Chris Scarborough aka Scaryboy aus Nashville, Tennessee kann ganz passabel mit dem Bleistift umgehen. Und mit dem Fotoapparat. Vielleicht bin das aber auch nur ich…

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Barometer: FK - Halt Dich an Deiner Liebe fest